Hans Werner Henze
Foto: Schott Promotion/ Christopher Peter Mit einem frühen und einem vergleichsweise späten Opernerfolg bei den Salzburger Festspielen ist er auch in der CD-Edition „Festspieldokumente“ vertreten: Die Bassariden aus dem Jahr 1966 und Gogo no eiko von 2006.
Hans Werner Henze
Foto: Schott Promotion/ Peter AndersenAllein die Verschiedenheit der Sujets ist repräsentativ für Henzes abwechslungsreiches Œuvre: hier der antike Stoff nach Euripides, dort die japanische Romanvorlage des 20. Jahrhunderts von Yukio Mishima. In beiden Fällen hat Henze die Tonsprache und die musikalische Form genau auf den dramatischen Gegenstand und Verlauf abgestimmt, wie es eben nur ein echter Meister der Opernkunst kann. So ist es kein Wunder, dass er als solcher hervorragende Verfechter am Dirigentenpult findet, wie im Fall der Bassariden Christoph von Dohnányi oder bei Gogo no eiko Gerd Albrecht. Gelungene Aufführungen und mitreißende Interpreten hat Henze stets als wichtigen Beweggrund für seinen ungebremsten Schaffensdrang genannt. Vielleicht ist dieses Geben und Nehmen ein entscheidender Faktor in der regen Rezeption der Werke Henzes, ebenso wie ihre allgemeine Zugänglichkeit, ohne anbiedernd zu sein. So waren, ebenfalls in Salzburg, seine Fantasia für Streicher (entlehnt aus dem Filmmusik-Genre) unter Leonidas Kavakos und die Kantatenwerke Novae de infinito laudes und Cantata della fiaba estrema mühelos, mit so renommierten Solisten wie Edita Gruberova, Edda Moser oder Dietrich Fischer-Dieskau, in den Festspielbetrieb integrierbar. Welcher Komponist der letzten Jahrzehnte außer Henze kann das bei diesem Anspruch von sich behaupten?
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